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Wiederaufnahme: Lübbecke 1933 - 1945

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Summary

Warum gibt es in der kleinen Stadt Lübbecke in Westfalen eine Karl-Haddewig-Straße, aber keine Von-Borries-Straße und keine Ernst-Meiring-Straße?
Was sagt uns eine Reihe von ehemaligen Fabrikgebäuden und Fabrikantenvillen im Stadtbild?
Was geschah mit den einst florierenden Kleiderfabriken Nathan Ruben K. G. und A. Hecht K. G. mit ihren über 200 Mitarbeitern?
Wer gehörte der einst vitalen jüdisch gläubigen Gemeinde in Lübbecke an und was widerfuhr den einzelnen Menschen?
Dieses Buch möchte erinnern an die Entrechtung, Verfolgung, Vertreibung und Verschleppung Andersdenkender, Andersgläubiger und der Menschen, die im Altkreis Lübbecke den Mut hatten, 1933 - 1945 gegen den Strom zu schwimmen.
Anhand von Quellen wird nachgezeichnet, wie der rücksichtslos agierende ehemalige Kreisleiter der NSDAP und der seine preußischen Tugenden in den Vordergrund stellende ehemalige Landrat im Kreis Lübbecke die nationalsozialistischen Vorhaben mit großem Engagement und unnachgiebig in die Tat umsetzten.
Auch wird die Frage beantwortet, wo sich der ehemalige Kreisleiter der NSDAP von März 1945 bis Anfang 1950 versteckt hielt.
Nur wenigen Menschen sind die in diesem Buch geschilderten Sachverhalte bekannt.
Der Verfasser möchte dazu beitragen, dass Vergangenes nicht vergessen wird - auch indem er Parallelen zu aktuellen Ereignissen aufzeigt und analysiert.
Die oft unzulängliche juristische Aufarbeitung des Unrechts und die zur Farce geratenen Entnazifizierungsverfahren im Nachkriegsdeutschland sind ein weiteres umfassendes Thema dieses Buches.

Schlussstrich! Vergessen! Nicht wieder aufrühren!
Doch ist das eine Lösung?
Nur lebendige Erinnerung schützt vor Wiederholung!

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