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Herakles: Historischer Roman

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Summary

Die spannende Geschichte des griechischen Heros:

... Und nun sah Herakles, daß es nicht der Mond war - daß die Helle näher und näher kam, und daß sich die Gestalt einer Unsterblichen daraus löste. Vor ihm stand Athena, und ihre leuchtenden blauen Augen blitzten auf Herakles herab. Ihr schuppiger Panzer schimmerte in olympischem Glanze. Das Ägisfell lag wie eine mondlichtumsäumte Wolke um ihre jungfräulichen Schultern, und aus den Falten ihres Peplos, der von ihrem eigenen Glanz widerstrahlte, trat die Göttin wie eine silberne Bildsäule hervor. Silbern erstrahlte ihr Schild, silbern blitzte ihr Helm, silbern leuchtete ihr Speer, und aus dem Medusenhaupt in der Ägis glühten die unsterblichen Augen der Gorgo gleich zwei funkelnden Sternen. Der heilige Glanz, der von der Jungfrau ausging, fiel zu des Herakles breiten Füßen über den Boden hin.

Er blieb traurig und finster sitzen: seine mächtigen Hände hingen schwer und kraftlos herab, die Adern waren geschwollen, die viereckigen Fingerspitzen weit gespreizt. Schmerz und Trostlosigkeit in seinem düster leidenden Herzen waren so groß, daß selbst der Glanz der Göttin, der vor ihn fiel, seine mißmutige Haltung nicht zu wandeln vermochte, gleich als sei die Ehrfurcht in ihm erstorben ...
»Herakles!« ...

Die Göttin nannte seinen Namen. ...

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