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Der kleine Fürst 205 – Adelsroman: Entscheidung auf dem Sommernachtsball

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Summary

Viola Maybach´s Topseller. Alles beginnt mit einem Schicksalsschlag: Das Fürstenpaar Leopold und Elisabeth von Sternberg kommt bei einem Hubschrauberunglück ums Leben. Ihr einziger Sohn, der 15jährige Christian von Sternberg, den jeder seit frühesten Kinderzeiten "Der kleine Fürst" nennt, wird mit Erreichen der Volljährigkeit die fürstlichen Geschicke übernehmen müssen.

Viola Maybach hat sich mit der reizvollen Serie "Der kleine Fürst" in die Herzen der Leserinnen und Leser geschrieben. Der zur Waise gewordene angehende Fürst Christian von Sternberg ist ein liebenswerter Junge, dessen mustergültige Entwicklung zu einer großen Persönlichkeit niemanden kalt lässt. Viola Maybach blickt auf eine stattliche Anzahl erfolgreicher Serien zurück, exemplarisch seien genannt "Das Tagebuch der Christina von Rothenfels", "Rosenweg Nr. 5", "Das Ärztehaus" und eine feuilletonistische Biografie. "Der kleine Fürst" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken.

"Er hat sich mir als ›Peter von Stein‹ vorgestellt", sagte Emilia von Hohenbrunn, als sie Kriminalrat Volkmar Overbeck und seinem Assistenten Arndt Stöver gegenüber saß. Sie war noch immer außer sich. "Mein Sohn kannte ihn allerdings unter dem Namen ›Jonathan von Heeren‹. Wir haben uns sehr nett unterhalten, eine ganze Weile. Dann musste ich aussteigen, er hat mir noch mit dem Gepäck geholfen. Und erst zu Hause habe ich gemerkt, dass meine Brieftasche fehlte."Wieso haben Sie nicht sofort Anzeige erstattet, Frau von Hohenbrunn?", fragte der Kriminalrat. Seine Stimme klang freundlich, aber der Vorwurf darin entging ihr nicht.Sie biss sich auf die Lippen. Volkmar Overbeck war etwa Mitte Fünfzig, also zwanzig Jahre jünger als sie, sein Assistent hätte leicht ihr Enkel sein können. Sollte sie diesen beiden Männern den wahren Grund nennen, warum sie auf eine Anzeige verzichtet hatte? Konnten sie das überhaupt verstehen?"Frau von Hohenstein?Sie hatte sich wohl zu viel Zeit gelassen. "Weil ich Angst hatte, dass man mich für alt und vertrottelt hält", sagte sie fast trotzig. "Sehen Sie, ich bin angeschlagen im Augenblick, Sie wissen ja, dass ich gesundheitliche Probleme habe.Beide Männer nickten, sie musste also nicht weiter ins Detail gehen. "Plötzlich habe ich Gedanken, die mir früher nie gekommen sind: Wie lange kann ich noch allein leben? Was ist, wenn ich nicht mehr für mich selbst sorgen kann?

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