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Sukuh und Ceto zwei vergessene geheimnisvolle Heiligtümer Zentraljavas: Ein Lesebuch für Reisende und Entdecker der Tempel Süd-Ost-Asiens

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Im 14. Jahrhundert kam es im mittleren und östlichen Java zu einem Niedergang der Hindu-Religion und zu einem Aufstieg lokaler Glaubensrichtungen, die sich stark an Fruchtbarkeitskulte der Vorzeiten anlehnten, dabei aber auch die Hindumythologie übernahmen. Es kam zu besonderen Tempelbauten, in denen Reinigung durch Waschungen mit geheiligtem Wasser (amrta) und Badeeinrichtungen zelebriert wurden, um durch symbolische Waschungen auch die Befreiung von Sündhaftem zu erreichen. Gleichzeitig sollte durch ein verändertes Sexualverhalten eine innere Befreiung erreicht werden, die auch als Energieschöpfung und -spender gesehen wurden. Nicht nur elitäre Stände sollten durch diese Wandlung angesprochen werden, es war vielmehr eine Volksbewegung, die jedoch auch von bestimmten Gruppen stark für sich beansprucht wurde, etwa der Stand der Krieger und Ritter ist hier zu nennen. Nur etwa zwei Jahrhunderte dauerte die Bewegung, bevor dann der Islam die ganze Insel einnahm. Die Heiligtümer waren jedoch bis heute nicht vergessen. Vermehrt kommen Hindu der Insel Bali und besuchen die teilweise renovierten Anlagen, feiern Zeremonien, bitten um Kindersegen und die Reinigung ihrer Ahnen von den Sünden.

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