You are on page 1of 4

5.

A realista ábrázolásmód (szabadon választott szerző művének egy részlete alapján)

1. Allgemeine Charakterisierung des Realismus:


 eine literarische Epoche im 19. Jahrhundert, der ungefähr mit der Revolution von 1848
anfing und gegen Ende des Jahrhunderts mit dem Naturalismus beendete; außerdem 
eine Stilrichtung, die durch eine Hinwendung zur Realität und eine besondere
„Wirklichkeitstreue” charakterisiert ist
 im Mittelpunkt: das Verhältnis von Literatur und Wirklichkeit; etwas wesentlich Neues
in der Literatur war die Forderung nach adäquater Darstellung der Realität und vor
allem die Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse
 der zentrale Gegenstand ist das Bürgertum (der bürgerliche Mensch und seine
Lebens- und manchmal wirtschaftliche Verhältnisse)
 das wichtigste Thema der realistischen Literatur ist der Konflikt zw. Individuum und
Gesellschaft; im Vordergrund steht die Persönlichkeit und nicht die Masse der
Gesellschaft; oft wird auch das Innenleben der Figuren beschrieben
 die von den realistischen Schriftstellern dargestellten Welten sind meist, in denen das
Individuum auf persönliches Glück hofft, scheitert aber an den Konventionen der
Gesellschaft und den Intrigen seiner Mitmenschen
 Grundlagen des Realismus: das Aufkommen des Bürgertums, die Ausbreitung der
Industrialisierung und des Kapitalismus (und dadurch die Verarmung des Proletariats)
und der Fortschritt der Technik und der Naturwissenschaften
 bei den Werken ist häufig die formale und inhaltliche Einfachheit typisch; die Handlung
spielt oft in einem überschaubaren Lebensbereich wie einem Dorf oder einer Kleinstadt;
die Erzählweise ist häufig von distanzierendem Humor geprägt
 der realistische Stil erschien in der Epik, vor allem in Novellen (z. B. Gottfried Keller:
Romeo und Julia auf dem Dorfe) und Romane (z. B. Theodor Fontane: Effi Briest),
seltener in der Dramatik (Hebbel: Maria Magdalena)

2. Keller: Romeo und Julia auf dem Dorfe: 1856


 Inhalt  https://de.wikipedia.org/wiki/Romeo_und_Julia_auf_dem_Dorfe#Inhalt
 Gattung: Novelle (der Untertitel ist auch das)
 Titel  Hinweis auf das Drama von Shakespeare (Variante der bekannten Geschichte;
„auf dem Dorfe“  weist auf die Veränderung hin)
 Keller: ein realistischer Autor; poetischer Realismus: Keller nannte seinen R. so
 er versucht, die Realität darzustellen (= Realismus), poetisch = schön
 p. R. = die Realität nicht verschönern, aber dem Text einen schönen Stil geben
 z. B.: das Spiel der Kinder (das Spiel ist realistisch, aber dessen Beschreibung ist
schön und anschaulich)
 die realistischen Dinge haben verborgene Bedeutungen; in der Geschichte erscheinen
viele Symbole; langsames Tempo
 im Mittelpunkt: die Gesellschaftskritik (Kritik der bürgerlichen Gesellschaft; die
Novelle übt Kritik an der Intoleranz, an dem Ehrgeiz und an der Unersättlichkeit – es
zeigt sich an der Habgier der Väter, aber nicht nur diese zwei Bauer sind habgierig 
Keller schreibt: zwei Drittel der Dorfbewohner hätte dasselbe getan; ein anderes
Argument der Gesellschaftskritik, dass die Dorfbewohner intolerant sind – sie können
nicht akzeptieren, wenn jemand anders ist, deshalb stoßen den schwarzen Geiger von
ihrem Gemeinschaft aus)
 Kontrastivität im Aufbau: die Novelle fängt mit einem idyllischen Bild an, dem
Gegenbilder folgen (z. B. die Lebensform Salis Eltern, die sie in der Kneipe führen; die
Angeln-Szene, in der Schmutz, Armut, Widerwille dargestellt werden; in der Szene an
der Brücke, wo Sali Vrenchens Vater verletzt (schlägt ihn mit einem Stein);der
vernachlässigte Bauernhof von Vrenchens Vater)
 Kontrastivität der Figuren: die Vaterfiguren charakterisieren die Habgier, den Neid, die
Feindseligkeit, den Hass, also negative Eigenschaften  die Jugendlichen
repräsentieren die Liebe, die Treue, die Ehrlichkeit, also positive Werte
 Ort + Zeit: Acker, Dorf neben der Stadt Seldwyl + die Zeit von Keller (Mitte des 19.
Jh.-s; für Keller war wichtig, die Realität seiner Zeit darzustellen)
 erster Absatz – etwas wird gesagt  Programm des poetischen Realismus,
„programmatische Beschreibung von Keller
 wirklicher Vorfall  ein Liebespaar beging damals Selbstmord
 alte große Werke ~ das Werk von Shakespeare (aber Keller ahmt S. nicht nach)
 Nachahmung der Wirklichkeit/Realität  die Kunst tut das
 Fabel: darauf basieren alte Werke; ist anders als die anderen literarischen Werke; es
scheint so, als ob das Menschenleben ein altes Grundmuster hätte, das immer
wiederkehrt (die Entfaltung ist wahr/real) – dieses Grundmuster sollte man ergreifen
 3 verschiedene Schichten der Geschichte: Wirklichkeit + Werke, Kunstwerke + Fabel
 Sali (Salomon) + Vrenchen (= die zwei Kinder); Väter = Manz und Marti – Konflikt
zw. den Bauern wegen des dritten Ackers (Versteigerung)
 Seite 3  der Beginn des Gesprächs zw. den Bauern; „Lumpenhunde“  Schimpfwort;
bezieht sich auf den Bezirksrat  sie denken auch so wie diese „Lumpenhunde“
 die Bauern spekulieren über die Zukunft des Ackers + sind sehr schlau
 der mittlere Acker: verwildert; ein großer Haufen Stein, weil die Bauern die gefundenen
Steine immer auf diesen Acker warfen; beinahe wertlos
 der frühere Eigentümer des Ackers ist der Trompeter  dessen Enkel ist der schwarze
Geiger  er kann sich nicht als Erber identifizieren, weil er keinen Taufschein hat 
es ist eine Gewissheit, dass dieser Mann der Erbe ist
 „so möchte ich darauf schwören“  „…da man es doch nicht sicher wissen kann“ 
Marti versucht, sich selbst zu überzeugen
 Seite 4  Fortsetzung des Gesprächs über den schwarzen Geiger; sie versuchen, sich zu
beruhigen (z. B. Übervölkerung); sie sind froh, dass der Mann kein Heimatsrecht haben
kann  der schwarze Geiger hat dunkles Gesicht (er ist vielleicht Zigeuner)
 „Eia, sicherlich!...“  sie kennen den Geiger persönlich  sie betrachten ihn, als ob er
ein Fremder wäre
 das Spiel der Kinder  eine eigene Beschreibung und eine kleine Geschichte;
symbolische Bedeutung (z. B. der Ort)
 eine menschliche Puppe wird gequält, geköpft und begraben  Marterleib
(„Marterleib, ausgequetschter Leichnam.“)
 die Gemeinde betrachtet nur, dass die zwei Bauer immer feindlicher gegeneinander sind
 ein in den Lüften umgehendes Unrecht, Ableiter des Übels
 es ist kein Zufall, dass die Namen (Manz, Marti) so ähnlich sind  beide sind Bauern,
sie sprechen gleich, ähnliche Denkweise, sie sehen gleich aus (Gleichheit); sie sind
hartnäckig  das führt zur Feindschaft
 Manz und Marti sind wohlhabend, sie denken so wie die Bürger – bürgerliche
Denkweise  wir sind im Dorf
 Folge des Streits  die Familien gehen finanziell und moralisch zugrunde; bei Keller
sind die moralischen Fragen sehr wichtig, er will immer die moralische
Entwicklung zeigen
 am Ende sind die Kinder schon junge Menschen (etwa 10 Jahre später); während der
Kindheit sollten sie sich miteinander nicht treffen (wegen des Streits) – sie berühren
sich während der Prügelei der Väter (berühmte Szene)
 Sali und Vrenchen nehmen an einem Volksfest teil  sie kaufen Ringe (die Menschen
erkennen sie zuerst nicht); später treffen sie sich mit dem schwarzen Geiger  er
vollzieht eine „Trauung“  danach sind die Jugendlichen ratlos; es war nur eine
symbolische Heirat aus Spaß
 der schwarze Geiger lebt irgendwo im Wald mit anderen (~ er ist heimatlos/obdachlos)
 außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft und des Rechts, aber sie sind froh, sie
haben Spaß; der s. G. verhält sich wohlwollend zu den Jugendlichen, er macht eine
Empfehlung – die Jugendlichen können mit ihnen im Wald leben
 sich verheiraten – bedeutet hier  sich (sexuell) vereinigen
 am Ende entscheiden sie sich für die Vereinigung und für den Tod (sie ertranken im
Fluss; Ausweglosigkeit)
 am Ufer des Flusses waren sie ausgelassen wie die Kinder, die Angst war gar nicht
zugegen
 Seite 74  „Das Gefühl in der bürgerlichen Welt…“ – das Schlüsselwort ist hier die
Ehre
 letzter Absatz  sehr wichtig; wie eine Benachrichtigung über den Todesfall

3. Theodor Fontane: Effi Briest:


 Gattung: Roman
 chronologischer und linearer Aufbau
 Er-Erzähler-Perspektive
 Sprache: Fontane verwendet die gepflegte Gesellschaftssprache des 19. Jahrhunderts
(darauf weisen die sehr langen Sätze hin); keine Umgangssprache (da diese die
Zustände der „niederen“ Gesellschaftsschichten spiegelt); selbst Roswitha spricht auch
Hochsprache
 Inhalt  https://de.wikipedia.org/wiki/Effi_Briest#Inhalt
 Personen:
 Effi: 17-18 Jahre alt – noch ein Kind; lebenslustig, erfahrungshungrig;
Vernunftheirat mit Instetten, eine Tochter; Liebesbeziehung mit Major Crampas –
nach 6 Jahren Duell zwischen den Männern; Effi wird von den Eltern enterbt,
Scheidung, die Tochter bleibt mit dem Vater; Tod wegen der Trauer
 Instetten: Effis Ehemann; mit seinem Pflichtbewusstsein und seinen tadellosen
Moralvorstellungen ist er ein typischer Vertreter der damaligen Adelsschicht, für die
die Etikette einer Person das Wichtigste war; Er wird als ein Mann von Prinzipien
und als „Karrieremacher“ charakterisiert, der sich vor allem von seinem Verstand
leiten lässt und dessen Gefühle eher sekundär sind
 Major Crampas: Liebhaber von Effi; wird eindeutig als ein Ehebrecher beschrieben;
Effi bezeichnet ihn außerdem als Rettungsbringer; wird von Instetten getötet
 die Eltern: für sie ist der gute Ruhm der Familie das Wichtigste (+ der finanzielle
Wohlstand)
 Roswitha: Dienstbotin im Hause Instetten; sie entwickelt sich in den Kessiner Jahren
zum guten Geist Effis, sie steht ihr in den dunklen Zeiten bei und ist dabei stets loyal
(sie begleitet sie sogar bis in den Tod); typisch ist bei ihr der tief verwurzelte
katholische Glaube (deshalb betrachtet Effi Roswitha auch als Bollwerk gegen den
Chinesenspuk, der sich im Kessiner Haus zu ereignen scheint)
 zeigt deutlich den Druck der gesellschaftlichen Konventionen, dem eine junge Frau
Anfang des 20. Jahrhunderts immer noch ausgesetzt war (z. B. Vernunftheirat wegen
finanzieller Zwänge /érdekházasság/)
 die Rolle einer Frau in diesem Zeitalter wird auch dargestellt
 Der Ehebruch, von dem bis zum Ende nicht klar ist, welches Ausmaß er eigentlich
angenommen hat, wird erst sechs Jahre später durch einen Zufall aufgedeckt. Die Ehe von
Effi und Instetten hat in der Zwischenzeit nicht merklich gelitten, im Gegenteil: In Berlin
scheint sich das Paar endlich wieder wohlzufühlen und Instetten erklärt sich Effi zuliebe
sogar dazu bereit, stärker am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Allein diese Tatsache
verdeutlicht die Fragwürdigkeit des Duells.